Ada Breedveld

Biographie von Ada Breedveld 
 
Ada Breedveld wird zu Beginn des Hungerwinters 1944 in Dordrecht geboren. Ihre Eltern fliehen mit ihr und ihren Brüdern aus dem völlig zerstörten Rotterdam. So wie jedes Kind in der Nachkriegszeit führt auch Ada ein trostloses und hartes Leben. Glücklicherweise findet Ada viel Freude am Zeichnen und Malen.
      Ab der Grundschulzeit wird jede freie Minute genutzt, um mit Farben und Linien zu experimentieren. Kein Stück Papier ist mehr sicher vor der kreativen Ada. Zwar geht sie nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeiten, doch keine von ihren Stellen vermag ihr die Freude und Befriedigung zu geben, die ihr das Zeichnen und Malen bereiten. Deshalb verbringt sie ihre gesamte freie Zeit mit Zeichnen und Studieren, um ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter zu verbessern.
      Ada experimentiert mit Farben, Materialien und verschiedenen Themen. Eine Zeitschrift, in der der Begriff Surrealismus erörtert wird, lenkt ihre Arbeit in die Richtung der „so genannten freien Welt“. Der Platz des mitunter verkrampften Realistischen konnte durch phantasievolle, farbenfrohe und vor allem fröhliche Kombinationen eingenommen werden. 
     Mittlerweile hat sich Adas Kunst so entwickelt, dass sie unter die so genannte Regelung für bildende Künstler fällt. Ada kann jetzt das tun, was Sie gern tut: sich an der Kunst weiden. Ihre Karriere nimmt an Fahrt auf. Sie kommt in Kontakt mit anderen Künstlern und Galeristen, nimmt an verschiedenen Ausstellungen teil und gewinnt den Publikumspreis des Rotterdamer Kunstzentrums Lijnbaan.
     Zusammen mit anderen Künstlern, die eine Vorliebe für den Surrealismus und magischen Realismus haben, unternimmt sie Reisen nach Deutschland, Frankreich und Spanien, um die wichtigsten Museen in Berlin, Paris, Madrid und Barcelona zu besichtigen und sich mit anderen Künstlern auszutauschen und neue Galerien zu besuchen. Was folgt, ist ein wahres Feuerwerk an Zeichnungen und bunten Gemälden,
die durch ihre vielen Auslandsreisen und Begegnungen mit Schriftstellern, Dichtern und bildenden Künstlern inspiriert sind.
Ada ist beseelt und beeinflusst von Künstlern wie Marcel Duchamp, Paul Klee, Salvador Dali und Félecien Robs.
       1980 bekommt Ada ihr eigenes Atelier in einem Schulgebäude, in dem auch andere Künstler arbeiten. Hier freundet sie sich u. a. mit Edward Luyken und seiner Frau an. Zusammen mit Edward beschließt Ada einige Jahre später, nach Amsterdam in ein Fabrikgebäude zu ziehen, in dem sie wohnen und arbeiten können. Adas Tochter schließt Freundschaft mit den Kindern von Edward, und gemeinsam begeben sich alle in ein neues Abenteuer.
                                           
 Durch viele Ausstellungen im In- und Ausland wird Ada einem breiten Publikum bekannt. Adas Kunst gewinnt an Popularität. Sie malt überdimensionale Fische, die in einem bekannten Amsterdamer Fischrestaurant ausgestellt werden.  Dadurch erlangt sie Bekanntheit bei einem speziellen Kunstpublikum. In dieser Zeit kommt sie auch nach Bergen aan Zee, wo Ihre Fischgemälde im bekannten Seeaquarium ausgestellt werden. Das Gemälde „Der Fisch meines Lebens“ dient als Cover für den deutschen Roman „Bitte Wend(t)en“.
       Ihre bekanntesten Werke, in denen Ada ihre üppigen, lebenslustigen Frauen zeichnet, haben ihren Ursprung in der niederländischen Comicreihe „Sjaantje“. Diese Comicreihe entwarf Ada für ihre Mutter, die Zeit ihres Lebens unter ihrer Korpulenz gelitten hatte. In ihren Werken möchte Ada ihre Mutter auferstehen lassen und die schönen und heiteren Seiten hervorheben. Ihre Gemälde sind gleichsam eine fröhliche Renaissance ihrer Mutter. Für Ada ist das jetzt schon seit über 25 Jahren eine Quelle der Inspiration. Die lustigen Zeichnungen von Frauen erfreuen sich mittlerweile bei einem breiten Publikum großer Beliebtheit – und das nicht nur in den Niederlanden. Ada hat zahlreiche Ausstellungen im Ausland gemacht, wo sie inzwischen auch viele Bewunderer hat. Adas Werke werden nach Amerika, Deutschland, Großbritannien, Japan und in die Schweiz exportiert. 
      Ihr Atelier auf Bickerseiland ist mittlerweile zu klein für ihre Arbeit und den Verkauf ihrer Gemälde. Deshalb kümmert sich seit dem Frühjahr 2015 Ed de Graaf in der Galerie im nordholländischen Bergen um alle kommerziellen Aktivitäten. Adas Werke werden dann auch vor allem hier ausgestellt und verkauft.